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Bienenschwarm melden

Wir holen den Schwarm ab - kostenlos und meist noch am selben Tag
Außerhalb der Schwarmzeit

Bienen schwärmen vor allem von Mai bis Juli. Wenn du jetzt eine Traube siehst, ist es oft ein Wespen- oder Hornissennest – auch dann helfen wir beim Einordnen.

Die Abholung ist kostenlos. Anruf geht schneller als das Formular.

Wenn im Frühsommer plötzlich eine summende Traube am Apfelbaum, am Zaun oder unter dem Dachvorsprung hängt, ist das ein beeindruckender Anblick – und für viele erst einmal ein Schreck. Kein Grund zur Sorge: Was du da siehst, ist ein Bienenvolk auf Wohnungssuche. Wir vom Imkerverein Mönchswald holen solche Schwärme im Fränkischen Seenland ab – kostenlos, und meist noch am selben Tag.

Bienenschwarm als hängende Traube an einem Ahornast
Die typische Traube am AstFaustgroß bis fußballgroß, dicht an dicht – so sieht ein Schwarm am häufigsten aus.Foto: T.Voekler, CC BY-SA 3.0
Bienenschwarm an zwei Zaunpfosten vor einem Wohnhaus
Oder am Zaun, an Mauer und HauswandAuch Zaunpfähle, Rollladenkästen und Dachvorsprünge sind beliebte Rastplätze.Foto: FranHogan, CC BY-SA 4.0

Was du jetzt tun solltest

  1. Ruhe bewahren

    Ein Schwarm auf Wohnungssuche ist satt und friedlich. Er hat kein Nest zu verteidigen und sticht in aller Regel nicht.

  2. Abstand halten und beobachten

    Zwei, drei Meter genügen. Haustiere und Kinder wegholen, den Platz im Blick behalten – Schwärme ziehen oft nach wenigen Stunden weiter.

  3. Uns anrufen

    Sag uns, wo der Schwarm hängt, wie hoch und seit wann. Dann kommt jemand aus dem Verein und holt ihn ab.

Ist das überhaupt ein Bienenschwarm?

Nicht jedes Insektenvolk am Haus ist ein Fall für den Imker. Diese drei Bilder ersparen dir und uns eine unnötige Fahrt:

Bienenschwarm als hängende Traube an einem Ahornast
Honigbienen-Schwarm

Eine dichte, hängende Traube – oft faustgroß bis fußballgroß, an Ast, Zaun oder Hauswand. Tausende gleich aussehende Bienen. Das ist unser Fall.

Foto: T.Voekler, CC BY-SA 3.0
Steinhummel auf einer Schnittlauchblüte
Wildbienen oder Hummeln

Einzelne Tiere, die in Mauerritzen, Erdlöchern oder Nistkästen ein- und ausfliegen. Sie sind geschützt, harmlos und verschwinden im Spätsommer von selbst. Bitte in Ruhe lassen.

Foto: Sinikka Halme, CC BY-SA 4.0
Wespennest aus grauem Papier unter einem Dachbalken
Wespen oder Hornissen

Ein grau-papierenes Nest oder ein Nest in Rollladenkasten und Dachboden. Dafür sind wir nicht zuständig – hier hilft die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen weiter.

Foto: Tdolphin, CC BY-SA 4.0

Du bist unsicher? Ruf einfach an und beschreib, was du siehst. Meist lässt sich das am Telefon in einer Minute klären.

Schwarm online melden

Wenn es nicht eilt oder du gerade nicht telefonieren kannst, nimm das Formular. Je genauer du beschreibst, wo der Schwarm hängt und wie hoch, desto besser können wir einschätzen, welche Ausrüstung wir mitbringen müssen.

Pflichtfelder sind mit * markiert. Wir melden uns so schnell wie möglich zurück.

Was dann mit dem Schwarm passiert

Imker in Schutzkleidung fängt einen Schwarm in eine Kiste
Wir fassen den SchwarmIn Schutzkleidung wird die Traube in eine Kiste gestoßen oder gekehrt – das dauert meist nur wenige Minuten.Foto: Fir0002/Flagstaffotos, CC BY-SA 3.0
Bienenbeute am Waldrand mit Bienen am Flugloch
Der Schwarm bekommt ein ZuhauseIn der Beute einer Imkerin oder eines Imkers wächst daraus wieder ein gesundes Volk.Foto: Maja Dumat, CC BY 2.0

Jeder eingefangene Schwarm ist ein gerettetes Bienenvolk. Sich selbst überlassen, überlebt ein Schwarm in unseren Breiten nur selten einen Winter – ohne Betreuung fällt er meist der Varroamilbe zum Opfer. In imkerlicher Obhut wird daraus dagegen ein gesundes Volk, das im nächsten Jahr Obstwiesen und Felder rund um den Altmühlsee bestäubt.

Wichtig: Asiatische Hornisse bitte melden

Eine Art möchten wir besonders hervorheben, weil hier jede Meldung zählt: die Asiatische Hornisse (Vespa velutina). Sie ist bei uns nicht heimisch, steht seit 2016 auf der Unionsliste invasiver Arten der Europäischen Union und breitet sich seit 2022 auch in Bayern aus. Für Bienenvölker kann sie zum ernsten Problem werden – und je früher ein Nest gefunden wird, desto besser lässt sich die Ausbreitung bremsen.

Asiatische Hornisse gesehen? Sag uns Bescheid – am besten mit Foto. Sie steht auf der Unionsliste invasiver Arten. Jeder Fund zählt, auch der bloße Verdacht: Wir prüfen dein Bild und geben die Meldung an die zuständige Stelle weiter.

Die Asiatische Hornisse stammt aus Südostasien, kam 2004 über Frachtgut nach Europa und wurde 2014 erstmals in Deutschland nachgewiesen. Seit 2022 breitet sie sich auch in Bayern aus; seit März 2025 gilt sie hierzulande offiziell als etabliert. Für uns Imker ist sie ein ernstes Thema: Sie jagt Honigbienen als Eiweißfutter für ihre Brut und rüttelt dafür oft direkt vor dem Flugloch. Ihre Völker werden mit bis zu 2.000 Tieren deutlich größer als die unserer heimischen Hornisse mit höchstens rund 700 – entsprechend höher ist der Jagddruck auf die Bienenstände.

So sieht sie aus – und so die heimische Hornisse

Asiatische Hornisse auf einer Blüte: fast schwarzer Brustabschnitt, dunkler Hinterleib mit orangem Band und deutlich gelbe Beinenden
Asiatische Hornisse (Vespa velutina) Dunkler, fast schwarzer Körper, orange Gesichtsfront – und die gelben Beinenden, das sicherste Merkmal. Foto: Charles J. Sharp, CC BY-SA 4.0
Europäische Hornisse auf einem Ast: rotbrauner Brustabschnitt, gelber Hinterleib mit schwarzer Zeichnung, rotbraune Beine
Unsere heimische Hornisse (Vespa crabro) Deutlich heller: rotbrauner Brustabschnitt, gelber Hinterleib mit schwarzer Zeichnung, rotbraune Beine. Sie ist geschützt und darf nicht bekämpft werden. Foto: Romzig, CC0

Woran du sie erkennst

  • Gelbe Beinenden – das auffälligste Merkmal. Die heimische Hornisse hat rotbraune Beine.
  • Dunkler Körper, von oben schwarzer Kopf; unsere Hornisse wirkt insgesamt gelb-rotbraun.
  • Etwas kleiner: 17 bis 25 mm gegenüber 19 bis 32 mm bei der heimischen Art.

Wo die Nester hängen

  • Gern im Siedlungsraum: dichte Hecken, Dachüberstände, Gartenlauben.
  • Das erste Nest im Frühjahr hängt niedrig, in ein bis zwei Metern Höhe.
  • Das Sommernest sitzt in 10 bis 30 Metern und wird bis 50 cm dick und einen Meter hoch.

Nester niemals selbst entfernen

In Nestnähe verteidigt sich die Asiatische Hornisse sehr entschlossen. Das Entfernen erfordert Schutzausrüstung und Ausbildung und ist Sache geschulter Nestentferner – melde den Fund, dann läuft alles Weitere.

Kein Grund zur Panik

Für Menschen ist sie nicht gefährlicher als unsere heimische Hornisse: Sie ist nicht aggressiver, und ein Stich tut ähnlich weh. Riskant wird es nur in unmittelbarer Nestnähe. Halte Abstand, dann passiert nichts.

Kugelförmiges Papiernest der Asiatischen Hornisse unter einem Dach, mit seitlichem Einflugloch
So sieht ein Nest aus Kugelig, aus grauem Papier – und mit dem Einflugloch an der Seite. Bei unserer heimischen Hornisse liegt der Eingang unten. Foto: Marie-Lan Taÿ Pamart, CC BY 4.0

So meldest du eine Sichtung

Ruf uns an oder nutze das Meldeformular weiter unten und schreib dazu, dass es um eine Asiatische Hornisse geht. Hilfreich sind: ein Foto, der genaue Fundort und ob du ein einzelnes Tier oder ein Nest gesehen hast. Wir schauen uns das an, bestätigen die Bestimmung und geben den Fund an die zuständige Stelle weiter – so musst du dich um nichts weiter kümmern.

📞 09831 / 80851 anrufen Zum Meldeformular

Angaben nach dem Fachzentrum Bienen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau und dem NABU. Bilder über Wikimedia Commons, Lizenz jeweils unter dem Bild.

Häufige Fragen zum Bienenschwarm

Was kostet es, wenn ihr einen Bienenschwarm abholt?

Nichts. Die Abholung ist für dich kostenlos. Der Schwarm bekommt bei einem unserer Imkerinnen oder Imker ein neues Zuhause – das ist Lohn genug.

Ist ein Bienenschwarm gefährlich?

In aller Regel nicht. Ein Schwarm hat kein Nest und keine Vorräte zu verteidigen, die Bienen sind vollgesogen mit Honig und ausgesprochen friedlich. Halte trotzdem ein paar Meter Abstand und lass Kinder und Haustiere nicht direkt heran.

Wie schnell kommt jemand?

Während der Schwarmzeit meist noch am selben Tag. Ruf am besten direkt an – ein Schwarm zieht oft schon nach wenigen Stunden weiter, dann ist die Fahrt umsonst.

Was mache ich, bis jemand da ist?

Nichts spritzen, nicht mit Rauch oder Spray hantieren, nicht mit einem Stock hineinschlagen. Einfach in Ruhe lassen und den Platz im Auge behalten.

Ich glaube, ich habe eine Asiatische Hornisse gesehen. Was tun?

Melde sie bei uns – telefonisch oder über das Meldeformular auf dieser Seite, am besten mit einem Foto. Wir bestätigen die Bestimmung und geben den Fund an die zuständige Stelle weiter. Nester bitte niemals selbst entfernen; das übernehmen ausgebildete Nestentferner. Erkennungsmerkmal sind die gelben Beinenden, unsere heimische Hornisse hat rotbraune Beine.

Es ist gar kein Bienenschwarm, sondern ein Wespennest. Helft ihr auch?

Für Wespen und Hornissen sind wir nicht zuständig. Beide stehen unter Schutz, die Umsiedlung übernimmt die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen. Wenn du unsicher bist, was du vor dir hast: ruf an, wir ordnen es telefonisch ein.

Ich habe Bienen in der Hauswand oder im Rollladenkasten.

Das ist meist ein Volk, das sich dort schon eingerichtet hat – deutlich aufwendiger als ein frei hängender Schwarm und nicht immer zu retten. Melde dich trotzdem, wir schauen uns an, was möglich ist.

In welchen Orten holt ihr Schwärme ab?

Rund um Muhr am See und Gunzenhausen, also im Fränkischen Seenland: Absberg, Pfofeld, Theilenhofen, Haundorf, Langlau sowie am Altmühlsee und Brombachsee. Liegt dein Ort daneben, vermitteln wir dich weiter.

Und wenn dich das Thema gepackt hat: Beim Verein kannst du das Imkern von Grund auf lernen oder erst einmal bei einem Vereinstermin vorbeischauen. Mehr über uns steht auf der Seite Der Imkerverein Mönchswald.

Wappen des Imkervereins Mönchswald Imkerverein Mönchswald e.V.

Imkerei mit Herz, Verantwortung und Tradition. Den Bienen dienen — gemeinsam für Natur und Zukunft.

Kontakt

Kreuzgasse 3, 91735 Muhr am See
Telefon 09831 / 80851
info@imkerverein-moenchswald.de

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